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DOCSIS 3.1 – das steckt hinter dem Namen und dem Standard

DOCSIS steht für „Data Over Cable Service Interface Specification” und ist der Standard für die Datenübertragung im TV-Kabel-Netz. DOCSIS 3.1 ist die neuste Version dieses Standards und erlaubt zum ersten Mal mehr als Gigabit Geschwindigkeiten über die Koaxial Kabel der TV Anschlüsse in den jeweiligen Wohnungen. Bereits mit DOCSIS 3.0 hatte man den Gigabit Speed erreicht, mit DOCSIS 3.1 liegt die Geschwindigkeit nun bei maximalen 10GBit/s. Allerdings wird das bisher nicht unterstützt – so viel Speed gibt es aktuell noch bei keinem Anbieter. Der Standard ist damit aber zukunftsfähig und kann auch in einigen Jahren noch Reserven für die Datenübertragung bieten.

Oft wird auch beim Kabel-TV Netz von DSL gesprochen. Das ist aber technisch an sich gar nicht korrekt, da eben nicht DSL oder VDSL verwendet wird, sondern der DOCSIS Standard mit vielen Vorteilen im Vergleich zu DSL und VDSL.

Die Vorteile von DOCSIS 3.1 im Überblick von Vodafone:

  • Erweiterter Frequenzbereich: Die neue Generation DOCSIS 3.1 kann Frequenzen bis 1,7 Gigahertz für die Datenübertragung im Downstream verwenden. Im Upload können Frequenzen von fünf bis 204 MHz gemäß Standard verwendet werden. Das ermöglicht perspektivisch sogar Datenraten von bis zu zehn Gigabit pro Sekunde im Download sowie bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Upload.
  • Effizienteres Übertragungsverfahren: Während DOCSIS 3.0 nur Modulationsraten bis zu 256 QAM (QAM = „Quadraturamplitudenmodulation”) ermöglicht, sind diese bei DOCSIS 3.1 mit aktuell bis zu 4 kQAM deutlich höher. Jedes einzelne Modem erhält die zu ihm passende Übertragungsparameter, so dass jederzeit eine effiziente und zuverlässige Datenübertragung möglich ist. Dadurch lassen sich bestehende Bandbreiten bis zu 70 Prozent effizienter nutzen.
  • Weniger Fehler und individuelle Steuerung: Bei DOCSIS 3.1 kommt das Multi-Carrier-Modulationsverfahren OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) zum Einsatz. So kann der Netzanbieter auf Netzstörungen flexibler reagieren. Einzelne Störungen können, sobald diese Funktionen in der Systemtechnik implementiert sind, individuell ausgeblendet werden, sodass Fehler durch Einstrahlungen, Zeit- und Frequenz-Überlagerung deutlich geringer werden. Dadurch verbessert sich die Resistenz gegen Impulsrauschen und Interferenzen. Darüber hinaus wartet der Standard mit dem leistungsfähigen Fehlerschutz „Low-Density-Parity-Check-Code“ (LDPC) auf.

Der Nachfolger DOCSIS 4.0 wird bereits entwickelt und soll noch mehr Speed bieten.

In der Praxis werden Kunden aber selten direkt mit diesem Standard konfrontiert. In der Regel wird mit Internet Anschlüssen und Geschwindigkeiten geworben, unabhängig davon, welcher Standard nun konkret dahinter steckt.

Video: DOCSIS 3.1 erklärt

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