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Gigabit Erfahrung – so schnell sind die neuen Anschlüsse wirklich

Gigabit Erfahrung – so schnell sind die neuen Anschlüsse wirklich – Viele Verbraucher haben mit Internet-Anschlüssen in den letzten Jahren eher schlechte Erfahrungen gemacht, weil die versprochenen Bandbreiten teilweise nicht geliefert wurden und die Anschlüsse letztendlich deutlich langsamer waren als versprochen. Daher sind auch die Bedenken bei den Gigabit Anschlüssen recht groß, dass hier eventuell auch mit viel Speed geworben wird, der dann gar nicht ankommt. Daher fragen sich viele Nutzer, ob es sich wirklich lohnt zu einem Gigabit Internet Anbieter zu wechseln und ob man dann wirklich schneller surft.

Erfreulicherweise gibt es im Netz bereits eine ganze Reihe von Erfahrungen und Erfahrungsberichten von Nutzer, die auf Gigabit Angebote gewechselt sind und man kann dort nachlesen, wie zufrieden oder auch nicht die jeweiligen Kunden mit ihren Tarifen waren. Generell kann man sagen, dass bei den meisten Nutzern mit Gigabit Vertrag auch wirklich deutlich mehr Speed zur Verfügung stand und zwar meistens im hohen dreistelligen Mbit/s Bereich. Allerdings gab es auch immer wieder den Hinweis, dass die Gigabit Geschwindigkeiten direkt selten erreicht worden sind.

Gigabit Erfahrung – so schnell sind die neuen Anschlüsse wirklich

Gigabit Angebote sind noch recht neu im Bereich des Endkundengeschäftes, daher gibt es keine wirklich alten Erfahrungsberichte. Bei der Einstufung der Geschwindigkeitsangaben muss man dazu bedenken, dass häufig vor allem das Netzwerk hinter dem Router der Flaschenhals ist. Selbst wenn Gigabit Speed anliegt, wird häufig im heimischen Netzwerk dann nicht mehr so viel Speed weiter geleitet.

Im Vodafone Kabelforum schreibt ein Nutzer bereits 2019 zu seinen Erfahrungen:

Ich erreiche an meiner 6590 mit 28 von 32 Downstreamkanälen (4 sind für DVB-C Tuner reserviert) permanent zwischen 800 MBit bis hin zu 940 MBit im Downstream.
Ich bin damit erstmal recht zufrienden. Wenn es so bleibt werde ich ernsthaft überlegen müssen, überhaupt auf die 6591 zu wechseln. Auf die 60 MBit kommt es mir nicht so wirklich an.
Die meisten Server abseits vom Speedtest und abseits von Steam/Uplay/Battlenet schaffen ohnehin in den wenigsten Fällen auch nur annähernd 1 GBit/s mit einer Verbindung.
Ich könnte mir nämlich durchaus vorstellen, dass gegen Mitte-Ende diesen Jahres noch die 6690 angekündigt wird, die dann neben DOCSIS 3.1 auch WLAN nach 802.11ax an Board hat und ab 2020 verfügbar sein könnte.
Die 6591 macht auf mich nämlich auch eher den Eindruck eines Lückenbüßers, da auch die Nummerierung mit 6591 nicht wirklich darauf hindeutet, dass es sich hier um eine neue Generation an High-End AVM Kabelbox handelt.

Und im Golem Forum heißt es dazu:

Hatte dasselbe Problem und war am Anfang recht skeptisch was Kabel anging. Wir wohnen hier in einem Haus mit 12 Etagen a 8 Wohnungen und 3 Aufgängen. Wir sind gewechselt, haben nun den 1 Gbit für 40 im Monat.

Am der Box kommen so 900 an. Schwankungen konnte ich bisher nicht feststellen, habe es aber nicht aktiv im Blick. Primär fällt auf dass die WiFi Infrastruktur die GBit gar nicht hergibt. Im selben Zimmer wie der Router kommen so 550 MBit an und im anderen mittels Repeater über 5GHz noch so 250. Die Latenz liegt über WiFi bei fast.com loaded bei so 30 und unloaded bei 15ms.

Edit: im Vergleich zu DSL (8 Jahre) sind in den ca 6 Monaten Kabelanschluss schon ca 2h Ausfall verbucht. Ich glaube so viel hatte ich während meiner DSL Zeit nicht. Schon ein bisschen nervig wenn man viel im HO arbeitet.

Generell bestätigen die meisten Nutzer, dass bei den Gigabit Anschlüssen (zum Beispiel von Vodafone) tatsächlich der hohe Speed auch ankommt. Es sind nicht immer wirklich 1GBit/s, aber hohe dreistellige Mbit/s Zahlen werden auf jeden Fall erreicht und damit ergibt sich in der Praxis ein wirklicher und vor allem deutlicher Geschwindigkeitsvorteil im Vergleich zu anderen Anschlüssen und normalen DSL und vDSL.

Wer selbst den Speed testen will, findet hier einige gute Hinweise (und natürlich auch in unserem Gigabit Speedtest):

ich habe auch den DG 1000er Tarif mit einem FB 7590er Router.

Anfangs dachte ich auch, dass der Anschluß nicht die versprochenen Übertragungsrate von min 900 MBit/sec. liefert. Ich habe mich dann an die DG gewandt und ein freundlicher Mitarbeiter hat mehrmals mit mir telefoniert und nach einer Lösung gesucht.

Ich wurde ersucht ein spezielles Speedtest-Programm auf einem Win10 PC zu laden. Letzten Endes haben wir rausgefunden, dass es

a) an meinem PC gelegen hat. …

b) sehr von der Gegenstelle und dem tageszeitlich bedingtem sonstigen Verkehr abhängt. …

c) mein PC mit keinem der Speedtest-Programmen im Browser die selbe Geschwindigkeit erreicht, wie mit dem speziellen Windows-Speedtest-Programm.

Gigabit im 5G Bereich – selten möglich

Im mobilen Bereich kann man mit Handy und Smartphones über 5G auch bereits Gigabit Geschwindigkeiten erreichen, aber hier zeigen die Erfahrungen, dass die meisten Bereiche mit DSS 5G Technik ausgebaut sind. Dabei werden hybride Funkzellen aus LTE und 5G genutzt und diese schaffen weder den wirklich hohen 5G Speed noch die geringen Latenzen von richtigem 5G.

Die Telekom schreibt selbst zu dieser Technik:

Dynamic Spectrum Sharing stellt aus technologischer Sicht eine innovative Errungenschaft dar. Bislang waren für den Betrieb verschiedener Mobilfunkstandards mindestens zwei Antennen nötig. Nun reicht ein Upgrade der Antenne, um 5G zu betreiben. Komplexes Refarming  der Frequenzen, also die Umwidmung bestimmter Frequenzen oder der Zukauf eines weiteren Frequenzspektrums sind für den 5G-Ausbau auch dank Dynamic Spectrum Sharing also nicht mehr notwendig. 

Die Telekom setzt Dynamic Spectrum Sharing schon jetzt für den 5G-Rollout ein. Für den 5G-Netz-Ausbau bedeutet das: Bestehende Antennen müssen nicht aufwendig umgerüstet werden. Es braucht auch weniger Standorte für neue 5G-Antennen. Stattdessen kann die heutige Infrastruktur optimal genutzt und ausgelastet werden. Das spart Zeit und Kosten. 

In der Praxis surft man daher mit Handys und Smartphones in der Regel deutlich langsamer als Gigabit Speed – selbst wenn man sich bereits in einem 5G Bereich aufhält, der gut ausgebaut ist.

Was tun bei zu langsamen Internet?

Die gute Nachricht: Mittlerweile wurden die Verbraucherrechte im Bereich Internet-Speed deutlich gestärkt. Seit Ende 2021 gibt es ein neues Telekommunikationsgesetz, dass beispielsweise auch eine Minderung vorsieht, wenn dei beworbene Bandbreite dann doch nicht zur Verfügung steht. Man kann also durchaus auch Testen und hat bei Problemen mittlerweile deutlich mehr Rechte.

Die Verbraucherzentrale schreibt dazu:

Wenn das Internet zu langsam ist, immer wieder ausfällt, oder aber der Anbieter nicht auf Leistungsstörungen reagiert, dann kann der monatliche Betrag gemindert oder der Vertrag außerordentlich gekündigt werden.

Die Leistungsstörungen müssen detailliert nachgewiesen werden, insbesondere durch Aufzeichnungen eines Speedtests.

Bevor somit der Vertrag außerordentlich gekündigt werden kann, muss dem Anbieter die Möglichkeit geben werden, innerhalb einer angemessenen Frist (in der Regel 14 Tage) die versprochene Internetleistung zu erbringen. Zeigen Sie daher Ihrem Anbieter die Leistungsstörungen an und fordern Sie ihn schriftlich – per Einwurfeinschreiben – auf, innerhalb dieser Frist die vereinbarte Leistung herzustellen. Schicken Sie dabei dem Anbieter auch das von Ihnen angefertigte Prüfprotokoll.

Im Zweifel und bei deutlich zu langsamen Internet gibt es auch weiterhin Sonderkündigungsrechte. Man kann also auch innerhalb der Vertragslaufzeit wechseln, falls der Gigabit Anbieter seine vertraglichen Pflichten beim Speed nicht erfüllt.

Video: Magenta Megabit (AT) im Test

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